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Durch langjährige Zusammenarbeit in Gruppenkonstellationen sind vielfältige Arbeitsbeziehungen entstanden. Durch diese Beziehungen wecken wir untereinander Potentiale, denen wir in unhierarchischer Umgebung nachgehen. Die Gruppe nennt sich: 1pp1. Kollektiv arbeiten mit dem Prinzip: Wertschätzung! Dabei fließen unterschiedliche künstlerische Praxen und Erfahrungen zusammen, wir sind ein Pool, der sich nach Bedarf zusammensetzt. Zusammensein ist kein Zwang sondern eine Chance. Unser Ziel ist nicht der Theaterraum und die Aufführung. Unser Ziel ist nicht das Museum und das Werk. Wir arbeiten an einer neuen Ästhetik, performative Studien mit elementarer Formsuche. Wir haben mehrere Aggregatzustände: die Gruppe arbeitet kollektiv (1pp1), eine Person wird von der Gruppe bei ihrem Projekt unterstützt (Personenname (1pp1)), und sobald zwei Mitglieder von 1pp1 etwas starten, ist es eine Arbeit von 1pp1. 1pp1 will aufhören zu produzieren. 1pp1 übernimmt Verantwortung. 1pp1 ist handlungsfähig, auch wenn Einzelne fehlen. >1pp1

Many years of collaboration in group constellations have led to a variety of working relationships. These relationships have awakened new potential among each other, which we want to pursue in a non-hierarchical environment. The result is a new group: 1pp1. Working collectively with the principle of appreciation! Different artistic practices and experiences flow together, we are a pool that comes together as required. Being together is not a constraint, but an opportunity. Our goal is not the theatre space and the performance. Our goal is not the museum and the work. We are working on a new aesthetic, performative studies with a elementary search for form. We have several aggregate states: the group works collectively (1pp1), one person is supported by the group in their project (person name (1pp1)), and as soon as two members of 1pp1 start something, it is a work by 1pp1. 1pp1 wants to stop overproducing. 1pp1 takes responsibility. 1pp1 is capable of acting, even when individuals are absent. >1pp1

„1屎尿1“ besteht aus 3 chinesischen Zeichen: „屎尿屁“ (Mandarin: shǐ niào pì, Bedeutung: Kacke, Pipi, Furz). Der wörtliche Sinn von „屎尿屁“ (Kacke, Pipi, Furz) ist allgemein bekannt. Im chinesischen Kontext hat der Begriff jedoch eine weitere Bedeutung, die auf ein Genre von Filmen hinweist. „屎尿屁-Filme“ zeichnen sich durch eine gewisse Vulgarität und minderwertige Qualität aus. Der Hauptinhalt solcher Filme sind derber, komischer Humor, gewagte Witze und eklige oder peinliche Handlungsstränge. Einige typische „屎尿屁-Filme“ sind beispielsweise „Dumb and Dumber,“ „American Pie“, „South Park“ usw. Dieser Begriff wurde ursprünglich in der goldenen Ära der Hongkonger Filmkomödie geprägt, in der „屎尿屁“ ein gängiger Begriff war und allmählich zur festen Bezeichnung für dieses Genre wurde. Dieser informelle Begriff, so denke ich, spiegelt genau die Essenz dieser Art von Filmen wider. Die Entwicklung dieses Konzepts ist heute nicht mehr nur auf die Filmindustrie beschränkt. Es hat sich auf verschiedene kulturelle Bereiche ausgedehnt. Im Gegensatz zu ernsthaften, klassischen, offiziellen, bürokratischen… Kulturtypen ist dieses Gerne lässig, kreativ, provokant, selbstironisch, unterhaltsam, volksnah, widerstandsfähig gegenüber der Obrigkeit und dem Kapital…Insgesamt bezieht sich „屎尿屁“ hier nicht auf Ausscheidungen, sondern auf einen „ernsthaften“ Kulturstil. Visuell ähnelt das Oberteil „尸“ des chinesischen Zeichen „屎尿屁“ dem Buchstaben „P“. Dies passt gut zur kreativen Herangehensweise vom „1pp1“-Manifest. Warum also nur „1屎尿1“ und nicht „1屎尿屁1“? 1, visuell gesehen, entspricht „1屎尿1“ dem Reim „1pp1“. Wohingegen „1屎尿屁1“ eher zu „1ppp1“ passt. 2, die Aussprache des Buchstabens „P“ im Englischen und im Deutschen entspricht bereits der Aussprache des chinesischen Zeichens „屁 Furz“. Daher wird „1pp1“ im chinesischen Verständnis bereits als „1Furz Furz1“ wahrgenommen. „1屎尿1“ hat für mich eher die Bedeutung eines Leitspruchs für meine künstlerische Arbeit. Es erinnert mich ständig daran, dass Kunst und Kultur nicht nur ein übergeordnetes Konstrukt oder ein Hochhaus sind. Kunst sollte nach unten wachsen, und Ausscheidungen sind der Dünger, der den Boden fruchtbar macht. >Sichi Li